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Diktat · lokal · ohne Netzverbindung
Auf dem Mac offline diktieren
Diktieren ohne Internet heißt: Das Sprachmodell liegt auf Ihrem Mac und rechnet dort. Kein Upload, kein Konto, keine Wartezeit auf einen Server — und im Zug oder im Flugzeug arbeitet die Spracheingabe genauso wie am Schreibtisch.
Was „offline diktieren“ technisch bedeutet
Die meisten Diktierfunktionen schicken den aufgenommenen Ton an einen Server, der die Erkennung übernimmt und den Text zurückgibt. Das erklärt zwei bekannte Ärgernisse: Ohne Verbindung geht gar nichts, und bei schwacher Verbindung wird das Diktat zäh oder bricht mitten im Satz ab.
Lesskeys arbeitet umgekehrt. Beim ersten Start wird das Sprachmodell einmalig heruntergeladen und danach auf Ihrem Mac gespeichert. Die Erkennung selbst rechnet auf der GPU des Apple-Silicon-Chips. Danach benötigt die App keine Verbindung mehr — auch nicht zur Lizenzprüfung im laufenden Betrieb. Nur der Kauf der Vollversion und ihre Wiederherstellung auf einem neuen Mac laufen über den App Store und brauchen einmal Internet. Sie können den WLAN-Schalter ausschalten und weiterdiktieren.
Der Ablauf: Taste, sprechen, ⌘V
- Tastenkürzel halten. Standardmäßig ⌥Space, systemweit, unabhängig davon, welches Programm gerade vorn ist.
- Sprechen. Ein kleines Fenster zeigt den Pegel an, damit Sie sehen, dass das Mikrofon Signal liefert.
- Loslassen. Der Ton wird lokal erkannt.
- Einfügen. Der Text liegt in der Zwischenablage; Sie fügen ihn mit ⌘V an der Cursorposition ein.
Der letzte Schritt ist Absicht und soll hier nicht schöngeredet werden: Die App tippt nicht automatisch in fremde Programme. Sie kopiert in die Zwischenablage, Sie fügen ein. Das kostet einen Tastendruck, hat aber zwei Vorteile — Sie behalten die Kontrolle darüber, wo ein Diktat landet, und die App braucht keine weitreichenden Systemrechte, um in andere Anwendungen hineinzuschreiben.
Wo lokales Diktat den Unterschied macht
- Unterwegs. Bahn, Flugzeug, Baustelle, Außentermin — Orte, an denen Mobilfunk unzuverlässig ist, sind genau die Orte, an denen man diktiert statt tippt.
- In abgeschotteten Netzen. Arbeitsplätze, an denen ausgehende Verbindungen zu Sprachdiensten gesperrt sind oder gesperrt sein sollten.
- Bei vertraulichen Inhalten. Ein Diktat kann Mandanten-, Patienten- oder Personaldaten enthalten. Was nicht hochgeladen wird, muss auch nicht bei einem Dienstleister verwaltet werden.
- Bei langen Texten. Wer regelmäßig mehrere Seiten diktiert, merkt den Unterschied zwischen „rechnet lokal“ und „wartet auf Antwort“.
Lokales Diktat gegenüber Cloud-Diktat
| Lokal (Lesskeys) | Cloud-Dienst | |
|---|---|---|
| Wo wird gerechnet | auf Ihrem Mac | auf fremden Servern |
| Ohne Internet nutzbar | ja | nein |
| Ton verlässt das Gerät | nein | ja |
| Benutzerkonto | nicht nötig | meist erforderlich |
| Kosten | gratis; Vollversion einmalig 49,99 $ | meist Abo oder Minutenpreis |
| Einfügen in die App | Zwischenablage + ⌘V | je nach Anbieter |
Sprachen und Sprachwechsel
Erkannt werden 99 Sprachen, und die App bestimmt selbst, welche gerade gesprochen wird. Für den deutschen Arbeitsalltag ist vor allem der Wechsel innerhalb eines Textes praktisch — ein deutscher Absatz mit englischen Fachbegriffen bleibt ein Absatz. Wenn Sie ohnehin nur in wenigen Sprachen arbeiten, grenzen Sie die Auswahl in den Einstellungen ein; das verhindert, dass ein kurzes Diktat mit wenigen Wörtern einer ganz anderen Sprache zugeordnet wird.
Einrichtung in wenigen Minuten
Nach der Installation aus dem Mac App Store führt Sie ein kurzer Einrichtungsassistent durch drei Punkte: das Sprachmodell wird einmalig geladen, macOS fragt nach der Mikrofonberechtigung, und Sie legen das Tastenkürzel fest. Danach ist die App eine Menüleisten-App, die im Hintergrund wartet — es steht kein zusätzliches Fenster im Weg.
Zwei Einstellungen lohnen sich am Anfang. Erstens die Sprachauswahl: Wer nur auf Deutsch und Englisch arbeitet, sollte das eintragen. Zweitens die Textersetzungen — Abkürzungen, Aktenzeichen, wiederkehrende Formeln und Eigennamen, die Sie sonst nach jedem Diktat von Hand korrigieren würden, ersetzt die App automatisch.
Vertraulichkeit als Nebeneffekt
Ein Diktat ist selten belanglos. In Kanzlei, Praxis oder Personalabteilung enthält es genau die Angaben, deren Weitergabe an Dritte begründungsbedürftig ist. Weil die Erkennung auf Ihrem Gerät läuft, findet diese Weitergabe nicht statt: Es gibt keinen Upload und damit keinen Dienstleister, der die Aufnahme erhält.
Das ist eine Beschreibung der Architektur und keine Konformitätsaussage — Lesskeys beansprucht ausdrücklich keine Zertifizierung und trifft keine Aussage über die Zulässigkeit Ihrer Verarbeitung. Ob Ihre konkrete Verarbeitung zulässig ist, beurteilen Ihr Datenschutzbeauftragter oder Ihre Rechtsabteilung. Ausführlicher steht das unter Transkription ohne Cloud.
Was die Erkennung leistet — und was Sie nachbearbeiten
Bei ruhiger Umgebung und normalem Sprechtempo ist die Erkennung für Fließtext gut brauchbar. Realistisch bleiben ein paar Punkte, die kein lokales und kein Cloud-System heute vollständig löst: Eigennamen, Firmen- und Ortsnamen sowie Fachvokabular werden gelegentlich falsch geschrieben, Zahlen- und Datumsformate treffen nicht immer Ihre Hausform, und die Zeichensetzung ist eine Interpretation. Betrachten Sie ein Diktat als schnellen Rohtext, den Sie lesen und korrigieren — nicht als druckfertige Fassung. Für wiederkehrende Begriffe hilft die Funktion für Textersetzungen.
Für das Mikrofon gilt die übliche Faustregel: Ein Headset oder ein externes Mikrofon in Mundnähe bringt mehr als jede Einstellung. Bluetooth-Mikrofone brauchen nach dem Tastendruck einen kurzen Moment, bis sie senden; halten Sie die Taste deshalb einen Augenblick, bevor Sie loslegen.
Lohnt sich Diktieren gegenüber Tippen?
Gesprochen werden im Deutschen etwa 120 bis 150 Wörter pro Minute, geübt getippt je nach Person 40 bis 70. Der Vorsprung ist also real, fällt aber kleiner aus als die reine Rechnung suggeriert, weil die Korrektur dazukommt. Zuverlässig schneller ist das Diktat bei Fließtext mit wenigen Fachbegriffen: E-Mails, Gesprächsnotizen, erste Entwürfe, Dokumentation. Bei stark strukturierten Texten mit Formeln, Code oder vielen Eigennamen bleibt die Tastatur überlegen, weil das Sortieren im Kopf länger dauert als das Tippen.
Der zweite, oft unterschätzte Punkt ist die Ergonomie. Wer die Zahl der Tastenanschläge reduzieren möchte, gewinnt hier unabhängig von der Geschwindigkeit.
Wenn Sie nicht sich selbst, sondern ein Gespräch aufnehmen
Diktieren betrifft nur Ihre eigene Stimme — sobald Sie aber andere Personen aufzeichnen, gilt in Deutschland § 201 StGB: Das heimliche Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes ist strafbar, auch wenn Sie am Gespräch beteiligt sind. Fragen Sie vorher, halten Sie die Zustimmung fest und verzichten Sie auf die Aufnahme, wenn jemand widerspricht. Mehr dazu auf der Seite zum Besprechungsprotokoll. Dies ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung.
Voraussetzungen
Lesskeys setzt ab macOS 13 (Ventura) und einen Mac mit Apple Silicon (M1 oder neuer) voraus. Apple Silicon ist keine Empfehlung, sondern Bedingung: Auf Intel-Macs läuft die App nicht. Der Download ist kostenlos; die Vollversion kostet einmalig 49,99 $ als In-App-Kauf, ohne Abonnement und ohne Benutzerkonto bei Lesskeys — abgewickelt wird der Kauf über Ihre Apple-ID im Mac App Store. In der kostenlosen Version sind 5 Minuten Diktat pro Tag sowie 5 Audio- und 5 Videotranskriptionen enthalten; Aufnehmen und erneutes Transkribieren sind unbegrenzt. Wie die Verarbeitung im Detail abläuft, steht unter lokale Spracherkennung.
Kostenlos laden. Kein Abo. · Vollversion einmalig 49,99 $ (im deutschen App Store in Euro) · ab macOS 13
Häufige Fragen
Kann ich mit Lesskeys ohne Internetverbindung diktieren?
Ja. Nach dem einmaligen Download des Sprachmodells läuft die Erkennung vollständig auf Ihrem Mac. Sie können die Verbindung trennen oder den Flugmodus aktivieren und weiterdiktieren.
Fügt die App den diktierten Text automatisch ein?
Nein. Der Text wird in die Zwischenablage kopiert, und Sie fügen ihn mit ⌘V selbst ein. Die App tippt nicht automatisch in andere Programme.
Welches Tastenkürzel startet das Diktat?
Standardmäßig halten Sie ⌥Space gedrückt und sprechen; beim Loslassen wird der Text erkannt. Das Kürzel lässt sich in den Einstellungen ändern.
In welchen Sprachen funktioniert das Diktat?
In 99 Sprachen, die automatisch erkannt werden. Sie können die Auswahl auf die Sprachen eingrenzen, die Sie tatsächlich verwenden.
Welche Hardware ist nötig?
Ein Mac mit Apple Silicon, also M1 oder neuer, ab macOS 13 (Ventura). Intel-Macs werden nicht unterstützt.
Ist das Diktat sofort fehlerfrei?
Nein. Fließtext wird zuverlässig erkannt, aber Eigennamen, Fachbegriffe, Zahlenformate und die Zeichensetzung sollten Sie nachlesen. Betrachten Sie das Diktat als schnellen Rohtext.